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· Studie belegt: Rauchen schädigt das Gebiss
· Polizei stellt Gebissdieb
· Oma bekommt Zähne
· Viele Leute mögen ihren Zahnarzt
· Gute Pflege

Studie belegt: Rauchen schädigt das Gebiss
LONDON - Rauchen kann schwere Karies verursachen. Außerdem beeinträchtigt Tabaksrauch die Haltbarkeit von Gebissreparaturen, wie z.B. Füllungen. Dies stellte sich im Rahmen einer von Zahnärzten aus ganz Europa durchgeführten Studie heraus, deren Ergebnisse in einem britischen Fachblatt für Zahnärzte veröffentlicht wurden. Nach Ansicht der Forscher, die sich in der europäischen Arbeitsgruppe für Tabak und Gesundheit im Mundraum zusammengeschlossen haben, gibt es einen ‚starken Zusammenhang' zwischen Tabak und schweren Krankheiten und Infektionen im Mundbereich.

Die Zahnärzte entdeckten, daß Implantate bei Rauchern schneller als bei Nichtrauchern abgestoßen werden, wie der britische Sender BBC am Montag mitteilte. Auch bei anderen Eingriffen, z. B. beim Ziehen eines Zahns, kann Rauchen den Heilungsprozeß verzögern.

Wenn man vor der Implantation mit dem Rauchen aufhört und auch in den acht Wochen danach keine Zigarette anrührt, sind die Aussichten, daß das Implantat ‚hält', bedeutend größer. Die Arbeitsgruppe empfiehlt den Zahnärzten, ihren Patienten dringend vom Rauchen abzuraten.

Polizei stellt Gebissdieb
HOLLAND - Die Polizei in Alphen aan den Rijn hat einen 38-jährigen Mann festgenommen, der inzwischen gestanden hat, in den vergangenen sechs Jahren Dutzende von Gebissen gestohlen zu haben. Der Mann schlug nicht nur in Alphen und Umgebung, sondern auch in anderen Teilen des Landes zu, wie die eingegangenen Strafanzeigen belegen. In den meisten Fällen gab sich der Mann, dessen Wohnsitz die Polizei nicht mitteilt, als Mitarbeiter der Technischen Universität in Delft aus. Er erzählte seinen Opfern, er benötige ihre Zahnprothesen zur Untersuchung auf Schadstoffe, die möglicherweise in ihren dritten Zähnen enthalten seien. Diejenigen, die an der Untersuchung teilnehmen wollten, sollten ihr Gebiss in einer Plastiktüte an die Tür hängen. Die Leute sahen ihre Zähne nie wieder. Der Mann hielt sich auch in der Nähe eines zahntechnischen Labors in seinem Wohnort auf und folgte heimlich Leuten, die ihr Gebiss zur Reparatur gebracht hatten. Nachdem sie es wieder abgeholt hatten, rief er bei seinen Opfern mit der Mitteilung an, bei der Reparatur sei etwas schief gegangen, und holte die Prothese als sogenannter Mitarbeiter des Labors wieder ab, um sie in Ordnung bringen zu lassen. Diese Methode wurde dem Mann letztendlich zum Verhängnis, weil eines seiner neuen Opfer ihn wiedererkannte. Nachdem die Frau Anzeige erstattet hatte, kam die Polizei dem Verdächtigen schnell auf die Spur.

Ein klares Motiv für sein merkwürdiges Benehmen konnte der Gebissdieb nicht nennen. Der Verdächtige gab auf dem Polizeirevier schon an, er wolle für die Lösung seiner Probleme fachmännische Hilfe einholen und erklärte sich bereit, seine Opfer zu entschädigen. Was der Mann mit all den Gebissen gemacht hat, ist nicht bekannt.

Oma bekommt Zähne
MOSKAU - Maria Vasilijeva ist froh und die Ärzte wundern sich, denn Maria kann jetzt wieder ihr Lieblingsgebäck, Ingwerplätzchen, knabbern. Im stolzen Alter von 104 Jahren bekam die Frau drei neue eigene Zähne. Maria ist im autonomen russischen Gebiet Tatarstan zu Hause, wo sie ihren kleinen Garten versorgt und Hühner züchtet. Laut Informationen der russischen Nachrichtenagentur RIA/TASS ist bisher kein Fall von über Hundertjährigen, die noch zahnen, bekannt. „Maria ist begeistert. Die örtlichen Zahnärzte untersuchen das äußerst seltene Phänomen", teilte die Nachrichtenagentur mit.

Viele Leute mögen ihren Zahnarzt
DEN HAAG/NIEUWEGEIN - Die meisten Patienten sehen in ihrem Zahnarzt so etwas wie ihren Hausarzt. Trotzdem bekommen vier von zehn Patienten feuchte Hände, wenn sie im Behandlungsstuhl Platz genommen haben. Dies ergab die Umfrage des niederländischen Meinungsforschungsinstitutes NIPO über Mundhygiene.

Ein Zahnarzt kann sympathischer wirken, wenn er nicht belehrend, reserviert oder geschäftsmäßig auftritt. Ein autoritärer Mediziner bekommt sehr viel schneller mit ängstlichen Patienten zu tun. „Frühere Untersuchungen haben bereits ergeben, daß Patienten ihre Zahnärzte mögen", sagt drs. Carla Peddemors von der Niederländischen Gesellschaft zur Förderung der Zahnheilkunde (NMT) in Nieuwegein. Wie eine Studie von Inter/View aus dem Jahre 1994 belegt, fanden 97 % der Patienten ihren Zahnarzt ‚freundlich'.

Die vier von zehn Patienten, die doch noch schweißgebadet im Stuhl liegen, gehören laut Peddemors größtenteils zu einer älteren Generation. „Leute über Vierzig, die früher zum Schulzahnarzt mußten, haben oft immer noch Angst vor'm Zahnarzt. Der Schulzahnarzt von früher war ja auch nicht gerade kinderfreundlich. Oft ist es so, daß Eltern ihre eigene Angst auf ihre Kinder übertragen. Die Zahl der Angsthasen sinkt jedoch zusehends. Kinder bekommen die ersten Karieslöcher in immer höherem Alter. Dies hängt damit zusammen, daß heutzutage viel mehr Aufklärung über Zahnpflege betrieben wird als früher".

Die NIPO-Umfrage brachte auch an's Licht, daß drei Prozent der Holländer nie zum Zahnarzt gehen. Demgegenüber besuchen mehr als 60 % der tausend Befragten brav zweimal pro Jahr die Praxis. Dentalhygienisten müssen sich mit 20 % der Bevölkerung zufrieden geben. „Ich finde 60 %, die zweimal jährlich zum Zahnarzt gehen, viel. Aufgrund einer Neuregelung im Gesundheitswesen im Jahre 1995 reicht offiziell einmal pro Jahr. Daran kann man erkennen, daß Niederländer doch gut auf ihr Gebiss aufpassen", meint Peddemors.

Gute Pflege
Niederländer legen im allgemeinen sehr großen Wert auf ihre Zähne und behandeln sie entsprechend. Über die Hälfte der Niederländer putzt zweimal täglich, ein Drittel einmal täglich. Einer von zehn Befragten behauptet sogar, jedesmal fünf Minuten lang damit beschäftigt zu sein. Obwohl ein Großteil der Bevölkerung regelmäßig mit Zahnseide, Zahnhölzern und Spülungen zugange ist, hat doch mehr als die Hälfte hin und wieder Probleme mit dem Zahnfleisch. Zahnfleischbluten oder -schwellungen entstehen durch zu seltenes oder falsches Putzen und Reinigen mit Zahnseide. Auch eine zu harte Zahnbürste kann Beschwerden verursachen. 44 % der Leute wissen, daß Zahnfleischprobleme schlimmstenfalls zu wackligen Zähnen oder Zahnausfall führen können. (Homepage der Tageszeitung ‚Nederlands Dagblad')